Kann man allein vom Flaschenpfand (über-) leben? Der Kölner Extremsportler Frank Hülsemann hat´s ausprobiert: 2.500 Kilometer fuhr er mit dem Rad durch die Republik, ohne Geld und ohne Kreditkarte.
Von Köln aus ging es zunächst Richtung Norden und dann im Uhrzeigersinn durch alle Bundesländer. Als Leergut-Sammler hielt er sich in dieser Zeit über Wasser - und wollte mit seiner "Tour de Pfand" gleichzeitig auf die Vermüllung der Landschaft hinweisen.
"Die erste Woche war ziemlich hart, weil ich kaum etwas gefunden habe", berichtet Frank Hülsemann. Niedersachsen sei besonders schwierig gewesen. 1,70 Euro habe er da im Schnitt zum Leben gehabt, am schlechtesten Tag sogar nur 98 Cent. "Davon habe ich mir etwas Brot und Wurst oder eine Rolle Kekse gekauft."
"Ich habe von der Hand im Mund gelebt", so Hülsemann, der im Schnitt Leergut im Wert von 3,50 Euro pro Tag sammelte. Gegen Ende der Reise hatte er sogar etwas gespart, rund zehn Euro, ein beruhigendes Gefühl.